Das S in UNESCO steht für Scam

Alles hat ein Ende, NUR DIESE EWIG LANGE AUTOBAHN NICHT WIE LANGE FAHREN WIR SCHON HIER ES MÜSSEN TAGE SEIN NICHTS ÄNDERT SICH WIE JETZT ICH HAB DAS ZUM LETZTEN MAL VOR 10 MINUTEN GEFRAGT??

Unsere letzte Nacht in Schweden ist vorüber und wir müssen uns wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, den Urlaub langsam ausklingen zu lassen. Auf Dauer ist der Camper zu kostspielig und die frischen Unterhosen zu wenig, um spontan den Job hinzuschmeißen und einen auf Eskapismus zu machen. Die Pflichten des Alltags warten sich dämonisch die Hände reibend schon zu Hause auf uns.
Wir quälen uns früh aus dem Bett und stolpern auf die Autositze, um die erste Etappe des Heimwegs anzutreten. Wir haben den Camper zwar bis Samstag morgen, aber anscheinend ziemt es sich nicht, sich einfach fünf Cola reinzuknallen und die 1200km an einem Tag abzureißen. Wir fahren und fahren und fahren Schweder wieder raus und Dänemark rein bis zum angesetzten hochgelobten super giga tollen UNESCO Weltkulturerbe Zwischenstopp Jelling, um den Erfinder von Bluetooth zu besuchen. Nicht ganz. Es handelt sich um den angepriesenen Geburtsort Dänemarks, bei dem Harald Blauzahn und sein Vater der König u.a. einen Stein haben anfertigen lassen, auf dem der Staat Dänemark zum ersten mal beim Namen genannt wird.
Dort angekommen werden wir dann recht schnell etwas, nun ja, ernüchtert. Statt mächtiger Überreste einer Wikingerzivilisation finden wir zwei Erdhügel und ein paar Infotafeln. Vielleicht sind unsere Erwartungen bezüglich UNESCO Kulturerben nicht richtig kalibriert, aber etwas mehr hatten wir uns da schon erhofft. Vielleicht sind wir aber auch mal wieder einfach nur Banausen, unfähig die Magie des Ortes zu spüren, an dem Dänemark geboren wurde. Der kurze Spaziergang tut uns dennoch gut und um zumindest irgendwas aus Dänemark mitzunehmen gibt’s für uns noch kalten Kaffee und etwas Saft aus dem hiesigen Supermarkt für die Fahrt.

Weiter geht’s also auf die Autobahn gen heutigem Etappenziel und Schlafplatz. Wir enden irgendwo nahe der Lüneburger Heide, insgesamt sind wir heute knapp 800km auf dem Asphalt unterwegs gewesen. Nach 10 Stunden Fahren ist man dann auch völlig mit dem Auto verschmolzen und das ewige Sitzen stört gar nicht mehr so dolle.
Morgen treffen wir wieder in Mannheim ein, so wie uns der Alltag wieder treffen wird. Wir verabschieden uns und danken unserer treuen Leserschaft fürs Lesen und die netten Kommentare. Wir lesen uns hoffentlich nächstes Jahr wieder, wenn es dann vielleicht heißt: “In 80 Jahren nur nach Schweden jedes Jahr, weil Schweden so toll ist.” (kurz: I80JNNSJJWSSTI) Bis dahin, liebe Grüße und lg!

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