Abenteuerzeit, Part 1

Abenteuerzeit, Part 1

Um endlich mit dem Abenteuer anzufangen haben wir uns - uebermuetig wie wir sind - fuer eine Canonying-Tour angemeldet, bei der man sich an bis zu 60m hohen Steilwänden und Wasserfaellen abseilen musste. Haben ja so viel Erfahrung mit sowas. Judy und Akshay, zwei unserer Gefaehrten der Reisegruppe, erlebten dieses Abenteuer mit uns. Zusammen mit Ruben verbrachten sie einen Grossteil der Zeit damit, Svenjas panische Gesichtszuege vor Eintritt in den verhängnisvollen Dschungel zu glaetten.

Nach dem ersten Versuch an einem kleinen Wasserfall, stellte sich das Ganze als einen Heidenspass heraus und allesamt haben wir mit ein paar wenigen Kratzern und blauen Flecken ueberlebt.

Am Nachmittag liessen wir es mit einer Wanderung auf dem ‘Lava Trail’ zum Vulkan Arenal ein wenig ruhiger zugehen. Unser Guide entdeckte auf dem Weg zum Nationalpark bereits zwei Faultiere in den Baeumen am Strassenrand, die wir durch ihr Teleskop fotografieren konnten.

Faultiere sind sooo faul, dass sie nur einmal die Woche ihren Baum verlassen, um ihr Geschaeft zu verrichten und ansonsten 18-20 Stunden am Tag vor sich hin schnarchen.

Der letzten grossen Vulkanausbruch hat den kompletten Nationalpark mit Lavagestein bedeckt und dennoch ist die Vegetation durch die Regenzeit und dem Klima in Costa Rica derart explodiert. In den rund 50 Jahren seit der Eruption konnten Baeume bis zu 20m in die Hoehe schiessen.

Im Regenwald konnten wir anschliessend unzaehlige Tiere beobachten.

*Der Plattschnabelmotmot ist ein blutruenstiger Piepmatz: er hackt Schlangen mit seinem immensen Schnabel den Kopf ab und verspeist den Rest anschliessend genuesslich. * Zwischen Maennchen umd Weibchen gibt es keinen Unterschied, sie sind alle alles.

Der Brüllaffe ist nach dem Blauwal das zweitlauteste Tier auf unserem Planeten und weckt in seiner Freizeit gerne mitten in der Nacht Touris in ihren Hotelzimmern auf.

Der Tradition wegen am Abend wieder ein Besuch in den Hot Springs, diesmal aber auf naturbelassen. Das Wasser kocht uns der liebe Arenal vor und schickt es ueber einen Fluss in ein natuerliches Steinbecken, wo wir es uns mit dem selbstgepanschten nicaraguanischen Nationalcocktail gut gehen lassen konnten.

Monteverde (“der gruene Berg”), eine kleine Stadt in Puntarenas gilt als die Hochburg des Oekotourismus. Davon wissen sich 97% im Besitz der Ticos, was unter anderem dazu beitraegt, dass Costa Rica das oekonomisch und somit auch politisch stabilste Land Lateinamerikas ist. Das Oertchen wurde waehrend des Koreakrieges von US-amerikanischen Quaekern gegruendet, um dort ihren Pazifismus auszuleben und dem amerikanischen Kommando zu trotzen. Im Gegensatz zum warmen La Fortuna, muss man hier tendenziell eher frieren. Von den Haengebruecken aus beobachteten wir Tukane, Truthaehne, eine gruene Viper und zahllose Schmetterlinge.

Bei einer naechtlichen Wanderung durch den Dschungel konnten wir uns mit Taschenlampen bewaffnet wieder die volle Flora und Fauna Droehnung geben. 4% unserer gesamten Pflanzen- und Tierwelt beherbergt dieser winzige Fleck Erde naemlich.

Rufous-Eyed Stream Frog

Der blaue Morphofalter ist einer von 17.000 in Costa Rica lebenden Schmetterlingen und kann eine Spannweite von bis zu 150mm erreichen.

Skorpion, der bei Schwarzlicht zum Disco Skorpion wird.

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