Ein paar Brocken Arabisch

Ein paar Brocken Arabisch

Als Duo wieder auf uns allein gestellt machten wir uns direkt am Tag darauf auf zum naechsten Reiseziel. Mit dem oeffentlichen Bus gurkten wir knapp zwei Stunden an den Party- und Surfhotspot Jacó. Im Hostel angekommen, liess sich bereits vermuten, mit welchem Klientel wir es hier zutun haben koennten. Eine hosenlose Dame vom Staff (der im uebrigen großteils aus auslaendischen weissen Travel-the-world-Hippies in der Selbstfindungsphase besteht) fuehrte uns auf unser Zimmer, wo wir unsere Zimmergenossen kennenlernen konnten. Drei Kollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die aber in den USA studieren und ihre Semesterferien in Costa Rica zum Party machen nutzen. Wir haben uns also in ein Feier-Hostel eingebucht. Na gut. Nachdem nachts die hosteleigene Party im Innenhof endlich verstummt war, war es uns moeglich den noetigen Schlaf fuer den morgigen Tag zu sammeln. Fuer genau eine Stunde. Dann polterten unsere rotzebesoffenen Zimmergenossen in den Raum, wovon der eine vor Rubens Bett broeckelte und der andere vollgepumpt mit Speed (Vermutung) durchs Zimmer tobte und den armen Brechenden lauthals auslachte. Die “Pura-Vida-ich-lebe-mein-Leben-young-wild-and-free-und-hab-nichts-als-saufen-im-Kopf-Mentalitaet” scheint hier voll eingeschlagen und einigen feierwuetigen Touris ordentlich die Birne zermatscht zu haben. Nach der Frage, ob sie Hilfe braeuchten, verneinten sie nur und wischten den See gut gemeint mit dem eigenen T-Shirt aus dem Zimmer. Mehr schlecht als recht. Weil es sich im saeuerlichen Geruch von Mageninhalt und Ethanol so schlecht schlafen laesst, mussten wir kurzerhand selbst aktiv werden, um die arabische Kotze notduerftig zu beseitigen. Im Laufe der Nacht wuergte es noch zwei Mal im Stockbett ueber uns.

Wegen der naechtlichen Ereignisse mussten wir am naechsten Morgen recht unausgeruht die Tour zur Isla Tortuga, der Schildkroeteninsel, antreten. Der Name ruehrt daher, dass sie von oben betrachtet die Form einer Schildkroete hat.

Auf der 90minuetigen Ueberfahrt mit dem Katamaran konnten wir sogar eine Delfinschule sichten und bis wir auf der Insel anlegen konnten, war die regnerische Wolkendecke vollends aufgebrochen.

Beim Schnorcheln gabs leider nicht so viel zu sehen.

Auf der Insel angekommen, baute unsere Schiffscrew ein Strand-Restaurant unter Palmen und einem riesigen Baldachin auf und servierte uns ein 4-Gaenge-Menue. Oh yeaaah.

Nach dem Essen gab es noch eine Runde Bananaboat.

Und dann am Strand die weissen Baeuche braeunen. Oder roeten, je nach Hauttyp.

Wie sich rausstellte, hatten wir uns fuer die Isla Tortuga den einzig passenden Tag erwaehlt, da die folgenden waehrend unseres Aufenthaltes in Jacó ganz im Zeichen der Regenzeit standen. Daher wurde viiiiiiel gefaulenzt, ein kleines bisschen gesurft und ansonsten die Stadt und Umgebung erkundet. Sogar zu ein par Barbesuchen konnten wir uns durchringen.

Jesus, der ueber Wasser laeuft.

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Das Artify-Jacó-Projekt bezahlt Kuenstler, um die ganze Stadt mit Naturgemaelden zu verschoenern.

Ein Goldbaumsteiger (Pfeilgiftfrosch)

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Vom ‘El Miró’ aus kann man den ganzen Playa del Jacó ueberblicken.

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