Denpasar- Verkehrschaos im Preis inbegriffen

Um von Kuta zum naechsten Stopp nach Denpasar, der Hauptstadt Balis zu gelangen, haben wir uns an unser Hostel ein Taxi bestellt. Es tauchte nicht auf. Also nochmal gleiches Spiel, gleicher Ausgang. Beide gerufene Taxifahrer haben auf dem Weg zu uns ganz offensichtlich die Ausfahrt verpasst. Oder hatten halt keine Lust auf uns. Daraufhin sind wir -mal wieder- mit unserem Gepaeck ein Stueck rumspaziert, bis wir an der Hauptstrasse selbst ein Taxi anhalten konnten. Bis wir dann endlich im Morotai Camp in Denpasar ankamen, war es schon Nachmittag. In der Stadt selbst gibt es als Touri eigentlich kaum etwas zu tun, wenn man aber die richtigen Leute um sich hat, kann man sich auch stundenlang mit Gesellschafsspielen beschäftigen.
Wir konnten uns die Zeit mit dem tuerkische Kartenspiel “Pisti” und dem indonesischen “Karambol” mit anderen Reisenden und den Locals vertreiben. Der Arak und das Bintang- Bier tun ihr Uebriges. Von Denpasar aus organisierte uns unser Host Aris ausserdem ein Wildwasser- Rafting, das fuer uns und unserem kanadischen Roommate Ian um 8 Uhr morgens losging und den Großteil des Tages in Anspruch nahm. Die Action ging los mit einem Flying Fox Flug ueber die Reisterassen Balis bis zum Flussufer; einer kurzen Einführung spaeter folgte schon eine drei Stunden dauernde Fahrt (inklusive Zwischenstopp an einem Wasserfall) durch den indonesischen Dschungel, vorbei an Reisfeldern, Bananenstauden, Huetten aus Palmblaettern und Bambus vor denen Einheimische arbeiteten.



Insgesamt legten wir stolze 21 km mit dem Schlauchboot zurueck. Im Anschluss konnten wir noch so ausgiebig das Buffet (im Preis inbegriffen, also gerne auch mit zweimal Nachschlag) im Restaurant plündern, dass ein Mitinsasse unseres Busses bereits anmerkte, dass alle nur auf uns warteten. Im Hostel schrotteten wir (Ruben) nebenbei noch eine Gitarre (Saite gerissen), gefolgt von einer Stunde gefüllt mit kläglichen Versuchen jene noch zu reparieren (erfolglos). Schätze mit 5 Saiten spielt’s sich fast genau so gut… aehem.
Zur unmenschlichen Zeit von 6.00 Uhr morgens hiess es für uns am nächsten Tag aufstehen, um auf den Pick Up Service unseres Speedboats zu warten. Der kam, fuhr uns zum Hafen, wir setzten über und konnten bereits gegen 12 Uhr die Sonne an den Stränden Gili T’s geniessen. Theoretisch. In Wirklichkeit erzaehlte man uns am Hafen naemlich, dass Speedboote aufgrund der Wetterlage nicht verkehren duerfen, an welcher Stelle wir nur ansatzweise ahnen konnten, welche Ausmaße diese Ueberfahrt annehmen wuerde. Statt gemuetlicher 2-stündiger Direktfahrt zur Zielinsel Gili Trawangan, mussten wir zunaechst 1,5 h zum naechsten Hafen mit dem Bus fahren, von dort 7 h mit der wohl langsamsten Faehre der Welt nach Lombok tuckern, dann nochmal 2 h zum Hafen nach Bangsal, um dann endlich mit dem Speedboat Lombok zu verlassen und gegen 1.00 Uhr nachts am Pier von Gili T. anzudocken. Bereits von dort hoert man das Gegroele der besoffenen Partygaengern und das “Boom Boom” aus den Clubs. Und weil ja grad eh alles so gut laeuft, koennte doch gleich auch noch die Rezeption von unserem Hostel geschlossen sein. Werben tun sie ja mit “Reception 24/7”. Weil vor den Clubs zwischen den Schnapsleichen zu schlafen keine Option fuer uns war, mussten wir uns kurzerhand in ein nicht wirklich unserem Geldbeutel entsprechenden Bungalow einnisten. TV und free Breakfast sind zur Abwechslung aber auch ziemlich nett.

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