Platsch platsch platsch

Am naechsten Mittag brachte uns das Taxi nach Kuta, der Party- und Surfhochburg von Bali. Unsere Jugendherberge keine 900m vom Strand entfernt und sogar mit eigenem Pool. Die Strassen der Stadt sind gefuellt von Staenden mit bunten Tuechern, Taschen, Schnitzereien, Uhren und Sonnenbrillen. Es herrscht ein Geruchsbrei aus Meer, Waschsalon, frisch Gekochtem und ein riesen Trubel, egal wohin man geht. An jeder Ecke bieten Einheimische in ihren Warungs (meist ein Roller mit aufgesetztem Grill o.ae.) indonesische Leckereien an oder wollen manchmal doch auch etwas aufdringlich allerlei Dinge verkaufen. Am Strand waren wir zuerst etwas in den Wellen planschen und haben uns spaeter Surfboards am Strand ausgeliehen um sich an den Wellen zu probieren.


Neuer Tag, neues Glueck mit den Wellen. Oder auch nicht. Zwei wichtige Surfhinweise haben wir uns sicherheitshalber nochmal selbst bestaetigt:
- Bei Flut raus aufs Meer zu paddeln ist eine recht daemliche Idee.
- Surfbrett an Kopf tut verdammt nochmal weh.
Um die zahlreichen Nahtoderfahrungen im Meer zu kompensieren, haben wir dann lieber weiter im Hostel- Pool entspannt, bis der Hunger wieder zugeschlagen hat und wir uns auf den Weg zum 2km entfernten Indo-Restaurant gemacht haben.



Kleine Schreine oder Gottesstatuen mit Opfergaben, wie Fruechten, Blumen und Raeucherstaebchen trifft man ueberall auf der Strasse an.
Fast da, soweit so gut. Allerdings befand sich unser Ziel auf der anderen Strassenseite und da die Balinesen, wie schon einmal erwaehnt, nicht allzuviel von Verkehrsfuehrung, Schildern oder Ampeln halten, kann es als Fussgaenger doch recht abenteuerlich werden, eine sechsspurige Schnellstrasse in Flipflops zu ueberqueren. Aber wenn man gut zu Fuss ist, geht das schon klar. Nicht sterben: check!
Fuer eine im Salat versteckte anderthalb- Zentimeter-Todesschote hat sich die Kamikazeaktion allerdings nur maessig gelohnt.

In Gottes Namen, esst dieses Ding auf keinen Fall!
Auf dem Heimweg durchs Partyviertel gespickt von leicht bekleideten Taenzerinnen und betrunkenen Touristen wurde uns im Vorbeigehen immer mal wieder ein fragendes “Cocaine?”,“Haschisch?” oder “Mushrooms?” zugefluestert. Da in diesem wunderschoenen Land allerdings die Todesstrafe auf dem Konsum saemtlicher Drogen steht, haben wir uns nach reichlicher Abwaegung dazu entschieden lieber dankend abzuwinken und weiterzugehen.

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